Ins Allgäu, hier fahren wir mal hin ....so hieß es viele Jahre aber es kam immer das eine oder andere dazwischen. 2016 war es dann endlich soweit das ich nach einem Vierteljahrhundert in Bayern endlich mal das meistfotografierte Bauwerk Bayerns in Augenschein nehmen kann. Die Reise sollte allerdings noch an den Bodensee und später nach Tirol an den Achensee weitergehen. Eine kleine Seenreise sozusagen.

Schwangau am Forggensee

Nachdem wir unsere Ferienwohnung mit direktem Blick zum Schloss Neuschwanstein in Schwangau bezogen hatten machten wir gleich einen ersten Abstecher hinauf zum Schloss. Im Ort Hohenschwangau sind  ausreichend aber nur gebührenpflichtige Privatparkplätze vorhanden und kosten 6 Euro für den ganzen Tag.

Keine Chance bei diesem Massenansturm an Leuten heute noch mit dem Bus oder der Kutsche hoch zu kommen dachte wir uns. Gefühlte 1000 andere Touristen, insbesondere Asiaten standen hier am Bushäuschen. Vom Parkplatz aus kann man in ca. 20 Minuten zum Schloss hochspazieren. Das ist für unseren kleinen Hund jedoch zu anstrengend.  Aber einige erste Fotos konnte ich machen und war eigentlich schon zufrieden.

Also wieder runter nach Schwangau und ein kleiner Spaziergang am Forggensee entlang. Ein wunderbarer sonniger Nachmittag stand uns bevor, mit strahlend blauem Himmel und so schlenderte wir entlang des Forggensee`s um in den Urlaubsmodus zu kommen und die Seele baumeln lassen zu können.

Info: Der Forggensee ist eigentlich ein Stausee der vom Lech durchflossen wird. Mit einer Fläche von 15,2 km² ist der Forggensee der fünftgrößte See Bayerns und der flächenmäßig größte Stausee in ganz Deutschland. Vor allem wegen seiner unmittelbaren Nähe zu Füssen am Rande der Allgäuer Alpen und mit direktem Blick auf die Königsschlösser machen den Forggensee zu einem der beliebtesten Ausflugsziele in ganz Bayern.

Wie immer hatte ich mir Info`s über einige Lokalitäten zum Essen und für einen Nachmittagscafe vorab schon im Internet besorgt. Und wir machten einen kleinen Dorfspaziergang und fanden auch das Cafe Gerlinde welches hervorragende Kritiken erhielt. Also selber einen Eindruck machen. Und es war wirklich hervorragend. Cafe und frischer Kuchen auf einer kleinen Cafeterrasse. So kann man den Tag genießen.

zweiter Versuch... Neuschwanstein

Am späteren Nachmittag wagten wir dann noch einen Versuch um zum Schloss zu kommen. Also wieder hoch nach Hohenschwangau fahren, entgegen der Autoströme die von oben kommen, zum Parkplatz. Plätze sind genug vorhanden und bezahlt hatten wir unser Tagesticket von 6.-€ vorher schon. Also am Bräustüberl ( gegen den Willen unserer Fellnase) und an den Souvenierladen vorbei.

Schloss Hohenschwangau

Nicht nur Schloss Neuschwanstein, sondern auch das Schloss Hohenschwangau zählt zu den berühmten Königsschlösser König Ludwigs II. In dem Schloss bei Füssen verbrachte der König große Teile seiner Kindheit.

 

Im frühen 12. Jahrhundert erbaut,lebten hier die Ritter von Schwangau. Über die Jahrhunderte wurde die Burg stark beschädigt.

 

1832 erwarb Kronprinz Maximilian von Bayern, der spätere König Max II. diese Burg. Während der folgenden 5 Jahre ließ Maximilian die Burg zum heutigen Schloss Hohenschwangau umbauen. König Max II. und seine Familie nutzen das Schloss als Sommer- und Jagdresidenz. Nach seinem Tod  übernahm sein Sohn, König Ludwig II. die königlichen Appartements und ließ sie nach seinen Vorstellungen umdekorieren.

Wir machten noch einen kleinen Abstecher an den Alpsee, denn er liegt in unmittelbarer Nähe der Königsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein.

Jetzt naht sie ... die Entscheidung wie wird der Weg vom Parkplatz Hohenschwangau bis nach oben zum Eingang vom Schloss Neuschwanstein gestaltet: Es gibt hierzu drei Möglichkeiten.

Zu Fuß:  die Massenwanderung zu Fuß in ca. 30-40 Minuten vom Ticket-Center zum Schloss wandern (ca. 1,5 km mit erheblicher Steigung).

Der angegebenen Fußmarsch aufwärts auf asphaltierter Strecke mit unserer Fellnase nicht machbar...

 

Mit dem Pendelbus: Am Alpseeparkplatz P4 (unterhalb vom Schloss Hohenschwangau). Die Busse können aus Platzgründen nicht direkt bis zum Schloss fahren, sondern fahren über die Bleckenaustraße zum Aussichtspunkt Jugend (Marienbrücke) oberhalb des Schlosses. Von dort sind es bergab (12-19% Gefälle) noch ca. 500 Meter bzw. 10-15 Gehminuten zum Schlosseingang.

Der Busbahnhof immer noch zum persten voll und der Hund darf nicht mit in den Bus. Hat sich also erledigt!

letzte Möglichkeit:

Mit der Pferdekutsche; Abfahrt: Hotel Müller, Alpseestraße in Hohenschwangau: Die Kutschen können aus Platzgründen nicht direkt bis zum Schloss fahren. Vom Kutschenwendeplatz unterhalb des Schlosses sind es bergauf noch ca. 450m bzw. 5-10 Gehminuten zum Schlosseingang. Kosten: Bergfahrt 6,- Euro / Talfahrt 3,- Euro Fahrkarten erhaltet ihr an der Kutsche. Die Kutschen fahren ganzjährig und pendeln nach Bedarf, d.h. ohne festen Zeitplan, zwischen dem Hotel Müller und Schloss Neuschwanstein.

 

Was wir eigentlich nicht so gerne sehen und uns wirklich gerne davor drücken, dieses mal hatten wir keine Wahl als mit der Pferdekutsche nach oben zu fahren. Der ältere typische bayrische Grantler als Kutschenführer hatte anscheinend schon einen längeren Arbeitstag hinter sich, denn er mit reichlich hochprotzentigem leichter machte ...

Uns war wirklich nicht wohl bei dieser Auffahrt.

Die letzten Meter ein kleiner Spaziergang bergauf und man steht direkt vorm Schloss!

Schloss Neuschwanstein

das beste Foto bekommt man natürlich nur von der besagten Marienbrücke ...

also sind wir los und haben nach 15 Min den Wegweiser gefunden. Einmal rund ums Schloss leicht den Berg hinauf und ab auf die bekannte Brücke:

ein wirklich mächtiger Bau ...

Erste Planungen und Vorbereitungen für den Bau von Schloss Neuschwanstein, traf König Ludwig II. bereits in den Jahren 1867/1868. Die Grundsteinlegung erfolgte am 5. September 1869.

In einem Brief an Richard Wagner vom 13. Mai 1868 teilte der König mit:

"Ich habe die Absicht, die alte Burgruine Hohenschwangau bei der Pöllatschlucht neu aufbauen zu lassen im echten Styl der alten deutschen Ritterburgen. ... von wo man eine herrliche Aussicht genießt auf den hehren Säuling, die Gebirge Tyrols und weiterhin in die Ebene..."

König Ludwig II. ließ Schloss Neuschwanstein nicht als Repräsentationsbau oder zur Machtdemonstration erbauen, sondern ganz nach seinen Vorstellungen, ausschließlich als seinen privaten Rückzugsort.

Noch vor der Vollendung der Bauarbeiten verstarb König Ludwig II. am 13. Juni 1886.

Der Rückweg hatte es dann in sich, denn Kutsche fuhr keine mehr und in den Bus darf unsere Fellnase nicht. Als dann ...  Abstieg zu Fuß ca 20 Minuten...aber so schlimm war es dann gar nicht und unser "Tiger" hielt sich tapfer und maschierte den ganzen Weg nach unten obwohl er nicht mehr der Jüngste ist.

Am Abend gingen wir zum Essen ins Bräuhaus. Na ja, sagen wir mal so .... Rahmschnitzel mit Spätzle haben wir schon mal besser gegessen.


Unsere Empfehlung in Schwangau:


Hotel Schwangau "Gasthof am See" mit einer wunderbaren Sonnenterrasse mit Blick auf den See.

 

Das Berggasthaus Bleckenau in Schwangau; hinter dem Märchenschloss Neuschwanstein liegt die ehemalige Jagdhütte von König Ludwig II. in herrlich unberührter Landschaft.

 

Alpenrose am See in Hohenschwangau:
Der Blick auf den malerischen Alpsee oder auf das Schloss Hohenschwangau lädt zum Verweilen ein.