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Südtirol - Meranerland

Meran und das Meraner Land, bekannte Ferienregion in Südtirol, ist unser Reiseziel für einen Kurzurlaub im Mai 2018.

 

Anfang Mai machten wir uns auf den Weg nach Südtirol, besser gesagt nach Meran ins Dorf Tirol. Unsere Anfahrt gestalteten wir über den Reschenpass damit wir die Kirche in Graun auch als eigenes Foto abspeichern konnten.

Die letzten Kilometer unsere Anfahrt gingen durch das Vintschgau eben vom besagtem Reschensee nach Meran. Jede Menge blühende Apfelbäume und Weinreben links und rechts der Straße. Mediterranes Klima und eine südländische Vegetation, eingebettet in eine prächtige alpine Kulisse mit eindrucksvollen Bergspitzen. Ein herrlicher Anblick obwohl das Wetter nicht ganz so ansprechend war.

erste Station und unsere Unterkunft:

Garni Pension Kessler

Dorf Tirol - Tirolo

Mediterran trifft Alpin – so kann das Dorf Tirol bei Meran beschrieben werden. Das Gemeindegebiet erstreckt rund um den Zenoberg auf 600 m, hoch hinauf bis auf die Berge des Naturpark Texelgruppe auf 2.500 m. Diese landschaftliche Vielfalt ermöglicht eine Fülle an Freizeitmöglichkeiten vom Spazieren und Biken im Tal bis auf anspruchsvolle Wandertouren zu den Gipfeln der Texelgruppe. Eingebettet in Zypressen, Palmen und Weinberge befindet sich der Ortskern.

 

Hier liegt auch Schloss Tirol, ehemaliger Sitz der Grafen von Tirol. Das Schloss ist heute Sitz des Museums für Landesgeschichte. Keine andere Festungsanlage des an Burgen reichen Südtirol ist derart mit der Identität des Landes verbunden wie eben Schloss Tirol.

Auf verschiedensten Panoramawegen hat man vom Dorf Tirol einen beeindruckenden Blick ins Tal. Ein Beispiel dafür ist der Falknerweg (auch Promenade genannt) hoch ober Meran. Die Promenade umringt das Dorf von der Tankstelle bis zum westlichen Ortsrand, und bietet Ausblicke, die bis nach St. Peter, Schloss Tirol, Schloss Thurnstein und über das Meraner Becken reichen. Von den Parkplätzen und der Bushaltestelle südlich des Ortskerns gelangt ihr über den Falknerweg oder auch Panoramaweg genannt, direkt zum Schlossweg, der durch das Knappenloch bis Schloss Tirol und nach St. Peter führt.

Am zweiten Tag ging es nach  Meran:

INFO: Meran ist – nach der Landeshauptstadt Bozen – mit knapp 39000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Südtirols.  Schon seit dem 19. Jahrhundert ist Meran durch die Kaiserin Elisabeth als Kurort bekannt. Beliebt ist der Ort am Fuße des Naturparks Texelgruppe aber vor allem als Ausgangspunkt für verschiedene Wanderungen.

Geographisch gesehen liegt Meran in genau jenem Talkessel, in den auch das Passeiertal, der Vinschgau und das Etschtal münden. Sein angenehm mildes Klima mit durchschnittlich 300 Sonnentagen pro Jahr und seine südländische Vegetation mit Palmen und Zypressen verdankt die Kurstadt ihrer geschützten Lage. Leider erlebten wir einige dieser restlichen 56 Tage - also Regenzeit!

Wir überqueren die Passer über die Postbrücke und gehen direkt auf das Bozener Tor zu, eines von drei übriggebliebenen Stadttoren der um 1300 errichteten Stadtbefestigung. Bis zum Bau einer Umfahrungsstraße um 1960 rollte der gesamte Verkehr vom Passeiertal und von Dorf Tirol durch dieses Tor in die Stadt und wieder hinaus.

Die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus am Ende der Lauben ist ein spätgotischer Bau aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Der gut 80 m hohe Turm und das gewaltige Christophorus-Fresko an der Außenwand machen aus der Kirche ein beliebtes Fotomotiv.

 

Im Herzen der Altstadt liegen die mittelalterliche Laubengassen. Sie sind die Shoppingmeile Merans mit Botiquen und alten Warenhäusern. Die einst längste Laubengasse Tirols verläuft vom Kornplatz sanft ansteigend zum Platz bei der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus. Zierliche Erker und zahlreiche Torbögen zieren die Gasse und neben traditionsreichen Geschäften finden sich hier noch Wirtshäuser mit sprichwörtlich alter Südtiroler Gastlichkeit.

Um ein wenig dem Trubel der Altstadt zu entfliehen bietet sich sehr gut der Sissipark und die Passerpromenaden an.

Da  die kaiserliche Familie - wie schon oben erwähnt - in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts häufig zu Kuraufenthalten nach Meran reiste, wurde der Park Kaiserin Elisabeth gewidmet. Hier steht auch ihre Statue.

 

Wanderparadies:

Der Meraner Höhenweg (Alta via Meranese) umrundet die Texelgruppe an deren Hängen und bietet dabei Ausblick auf das Passeiertal, das Etschtal bei Meran und das Schnalstal. Der Weg verläuft auf knapp 100 km abwechselnd durch Bergwälder und über Almwiesen, in den Höhenlagen durch alpine Felslandschaften bis auf fast 3000 m. Der südliche Abschnitt verläuft in annähernd gleichbleibender Höhe immer unterhalb oder entlang der Waldgrenze.

Wer schöne Ausblicke und gemütliche Einkehrmöglichkeiten zu schätzen weiß, der ist auf dem Meraner Höhenweg und im Naturpark Texel genau richtig.

Entlang des Meraner Höhenweges gibt es zahlreiche alte, seit dem Mittelalter bestehende Berggasthöfe (Schwaighöfe) oder bewirtschaftete Almhütten, von denen viele Übernachtungsmöglichkeiten anbieten. Zudem bestehen eine Reihe von Auf- bzw. Abstiegsmöglichkeiten per Seilbahn, PKW, Bus oder zu Fuß. Dadurch ist es leicht möglich, den Meraner Höhenweg in Ein- oder kurzen Mehrtageswanderungen zu wandern.

Tag 3 - Bozen:

die Südtiroler Hauptstadt:

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Kommentare: 1
  • #1

    Petra Gosch (Sonntag, 06 Mai 2018 17:55)

    Sehr schön be-und geschrieben.
    Das macht Lust auf Urlaub in Meran.
    Vielen Dank und lg Petra u. Wolfgang