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Museumsdorf Bayerischer Wald

Eine Reise in die Vergangenheit verspricht das Museumsdorf nahe dem Dreiburgensee in Tittling. An einem warmen Sommertag waren wir mit dem Auto im Bayerwald unterwegs und entdeckten eine Werbebroschüre vom Museumsdorf. Also die paar Kilometer nach Tittling nahe Passau gefahren und das ganze betrachtet. Alte, herrlich erhaltene Bauernhöfe aus dem 16. bis 19. Jahrhundert genauso wie sie im bayrischen Wald früher vorzufinden waren. Alte Mühlen und Sägen laden zum entdecken ein. Hier kann man noch beim Brotbacken oder manch anderen Handwerksvorführungen zusehen. Außerdem ist das Museum in die Liste des "national wertvolles Kulturguts" eingetragen.

Die Gebäude stammen aus dem gesamten Bayerischen Wald - von der Donauebene bis zum Böhmerwald und vom Wegscheider Land an der österreichischen Grenze bis zum Oberen Bayerischen Wald bei Cham. Das Museumsdorf  in Tittling gehört mit über 150 Gebäuden aus den Jahren 1580 bis 1850 und über 60.000 Objekten volkskundlicher Sammlung zu den bedeutendsten Freilichtmuseen Europas.

Mittlerweile sind es an die 150 Gebäude die abgebaut und hier im Museumdorf wieder aufgebaut wurden.Die historischen Gebäude reihen sich wie ein großes Dorf aneinander, als stünden sie schon ewig hier. Jedes Haus könnte Geschichten aus Jahrhunderten erzählen, wie die Menschen, lebten und  arbeiteten. Dabei ist es bis auf wenige Stücke eine Sammlung, die der Erfinder der Rotel-Tours, Georg Höltl, vor Jahrzehnten hier aufbaute. So rettete er viele alte Häuser vor Verfall oder Abrissbagger. Insgesamt sieben Kapellen stehen im Museumsdorf.

 

Auf alle Fälle sollt man sich Zeit nehmen um die alten Bräuche und Geschichten auf sich wirken zu lassen. Gemütlich geht man von Haus zu Haus, schaut rein in Bauerstuben, Küchen und Schlafzimmer und sieht wie die Menschen früher im bayrischen Wald gelebt haben. Dann kann man an den Häusern auch die eine oder andere Fotografie in Schwarz-Weiß genauer betrachten. Da stehen Familien mit allen, die zum Haus und Hof gehörten, für den Fotografen still. Alles ist gerichtet. Das schönste Gewand ist angezogen, die gute Uhr hängt am goldenen Kettchen. Essind Posen, hinter denen  viel Mühe steckt. Für mich war es jedoch nichts neues denn ich kenn all dies von unseren alten Almhütten in den Tiroler Bergen.

auch das bekannte alte Wirtshaus ist einen Besuch wert ... hier gibt es so manche Aufführung oder so manches Konzert.


Info: Museumsdorf Bayrischer Wald

Vater des Museumsdorfs ist Georg Höltl, der Begründer von Rotel Tours. Als er 1973 das Hotel Dreiburgensee eröffnete, wurde er auf die nur wenige 100 Meter entfernte über 500 Jahre alte Rothaumühle aufmerksam. Ihr Abbruch war bereits beschlossen, doch er kaufte die Mühle und restaurierte sie. 1974 eröffnete er in ihr ein Heimatmuseum, der Beginn für das Museumsdorf Bayerischer Wald.

Quelle: http://www.sehnsuchtdeutschland.com/de/a540/Das-Museumsdorf-Bayerischer-Wald-in-Tittling.html


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